Freitag, 12. Februar 2016

Nach der Sonne, da schneit's...

Morgens um Acht ist die Welt noch in Ordnung - sogar mehr als das!
Nachdem ich gestern Abend in einem Anfall von Arbeitswut meine Kleider um einen ganzen Textilsack erleichtert hatte, war eine meiner Arbeiten auf der heutigen Liste bereits erledigt. Es gab nun zwei Möglichkeiten: ein gemütlicher Freitag, oder ein zusätzlicher Punkt auf meiner Liste - oder vielleicht sogar beides zusammen.

Auf dem Morgenspaziergang wurde das Wetter immer besser. Die Sonne zeigte sich, Nebel und Wolken wurden immer weniger. Es war zwar nicht wirklich wsrm, aber auch nicht winterlich kalt. Bei der Neubaustrecke war ich zwar nicht allein unterwegs, aber man konnte sich ganz gut aus dem Weg gehen. Nicht zuletzt, weil man dort richtig weit sehen kann....
Der Nachmittag war dann eher grau, aber trocken. Ich war in Fraubrunnen unterwegs und stellte fest: nahe dem Wald war es angenehm, weiter weg wehte ein schwacher, aber kalter Wind. Und da der Wald in östlicher Richtung stand bedeutete das: Bise! Nun gut, ich war ja auf der richtigen Seite.....
Auf dem Rückweg habe ich dann ein mir unbekanntes Tier auf einem Feld entdeckt. Sah aus wie ein kleines Miniatur-Wiesel und bewegte sich auch so. Schneeweiss und vielleicht so gross wie eine Ratte, aber viel schlanker. Nachdem Skipper an der Leine war, hatte es Dylan entdeckt. Der ging dann erst mal gucken und ich hatte plötzlich ziemlich viel Zug an der Leine. Jedenfalls verschwand das Tier und wurde nicht mehr gesehen....

Tsja, und dann habe ich mich noch eine weitere Stunde im Dach dem Entrümpeln gewidmet. Ich sage nur zwei Dinge: "es geht voran" und "wo (Entsorgungs-)Berge sich erheben".

Nach dem Aufräumen begann es zu schneien....

Donnerstag, 11. Februar 2016

Home alone

Es war mir ja schon lange bewusst: dieser Tage werden die Boys alleine zu Hause sein. Nur dass mir meine zwei Freunde keine Arbeit abnehmen werden, sie leisten mir "nur" Gesellschaft und reden mir höchstens noch ein schlechtes Gewissen ein wenn ich meine Arbeit verrichten will. Tag 1 war dennoch produktiv, ich war ja aber auch erst ab Mittag home alone.

Der Morgenspaziergang war eine kalte Augenweide - strahlender Sonnenschein bei kühlen Temperaturen. Wir waren zu viert unterwegs und genossen die gemeinsame Runde. Auf dem Rückweg stieg ich bei der Migros aus und besorgte mir das Überraschungspaket. Die Sammelkarte ist gerade mal so auf den letzten Drücker fertig geworden. Inhalt: Dusch, Mandeln, Truffes,  Getränke, Suppe im Tetrapak, Güetzi, Spaghetti - alles gut zu gebrauchen.
Um elf Uhr kam dann Kurt mit den bestellten Flaschen Wein; wenn's schon keinen Zins auf der Bank gibt, haben wir wenigstens einige Prozente im Keller...

Nachdem die Frauen auf dem Zug waren, hatten wir sturmfreie Bude. Und was macht man da:
- Nachmittagsspaziergang (immer noch ziemlich sonnig)
- Sideboard im Dach ausräumen und verschieben
- alten Compi abbauen zum Entsorgen
- Pult verschieben
- Seitenteil des Pults vom 1. Stock ins Dach zügeln (natürlich zuerst leer räumen)
- Sideboard, Pult und Seitenteil wieder einräumen

Es gibt noch viel zu tun: 2 alte Nachttische entsorgen, das metallene Compimöbel abräumen zum Entsorgen, 2 Gestelle abräumen (auch hier gibt es viel zum Entsorgen), dann das alte Büchergestell abräumen - die Gestelle kommen entweder in den Keller oder... weg, die vielen Bücher werden vermutlich in Wärme und/oder Elektrizität umgewandelt. Und das Ganze muss dann ja noch alles weg.... Ach ja, dann haben wir noch das Schlafzimmer und einen riesigen Keller....

Mittwoch, 10. Februar 2016

Reisende

Reisende soll man nicht aufhalten.
Dieser Spruch kam mir gestern Morgen in den Sinn, aber nicht weil jemand die Stelle gekündigt hatte (wo ja der Spruch ab und zu mit einem bitteren Beigeschmack verwendet wird). Nein, ich sass im Zug zwischen Wankdorf und Bern und schaute zum Fenster raus. Die Zeitung war schon lange gelesen und die Mails vom Büro auch - mein Schnupfen hatte mich schon um fünf Uhr aus dem Bett gebracht. Neben mir holte ein Doppelstöcker aus dem Aaretal auf, fuhr dann etwa gleich schnell, dann wieder etwas weiter hinten um dann erneut aufzuholen. Die Geschwindigkeit beider Züge war ähnlich, die Beleuchtung innen an - man konnte toll Leute beobachten:

Dieser ältere Herr dort am Fenster, der kommt mir etwas bekannt vor  - ja, jener der noch immer sein 20Minuten liest. Die Zugfahrt war wohl zu kurz.
Ganz vorne ist fast jeder Platz besetzt, dann aber lichten sich die Reihen; ist das etwa die 1. Klasse? Nein, 2. Klasse, warum stehen die 20 Meter weiter vorne alle bloss?
Dort pennt einer  - hoffentlich verpennt er dann nicht seinen Ausstieg....
Aha, eine junge Frau hat meinen Zug ebenfalls bemerkt - sie schmunzelt und spricht dann zu jemandem gegenüber, wer da wohl sitzt?

Stress kam bei mir ja keiner auf: wir waren eh schon zu spät und mein knapper Tramanschluss wurde nun zu einem mit viel Luft. Und da mein Zugsteil jeweils in Bern bleibt, steigen alle aus und man kann sich dabei Zeit lassen (sofern man welche übrig hat). Deshalb ging ich ohne Eile die Welle hoch, Richtung Hirschengraben zur Tramstation. Dort standen für einmal eher unbekannte Gesichter und warteten auf ihre Fahrt  - aber nicht nur, die junge Dame die jeweils auf dem gleichen Tram Richtung Eigerplatz fährt, die war auch da. Sie sieht ein wenig aus wie Katie Melua, und sie scheint auch mit der S44 aus Burgdorf anzureisen - und sie war heute auch ein Tram später unterwegs....

Montag, 8. Februar 2016

Käfer

Auch wenn es nicht so aussieht: es ist trotzdem Winter. Und dazu gehören leider auch Organismen, die uns geschenkt bleiben könnten: Viren und Bakterien. Mit einer Grippeimpfung ist man nicht immun dagegen, ich habe nun gelernt, dass man einfach "nur" verschnupft wird, etwas müde ist für ein, zwei Tage, und dabei aber immer noch arbeiten kann. Nicht mit 100% Leistung vielleicht, aber es geht.
Da bin ich doch froh, steht eine kurze Arbeitswoche an: Morgen Dienstag am Nachmittag Fitness (weil das Training am Abend zugunsten eines Geburtstagessens ausfällt), Mittwoch Home-Office, Donnerstag und Freitag frei (de facto im Notbetrieb, so wenig wie möglich). Dafür immer wieder Hundespaziergänge und Katzenmusik. Die Bristol-Days stehen an...

Freitag, 5. Februar 2016

Gestern - Heute - Morgen

Manche sagen, früher war alles besser. Andere meinen, früher war alles anders.
Ich meine, beide Aussagen sind weder falsch, noch komplett richtig.

Früher begann die Jahreszahl in Langform mit einer 1, heute mit einer 2.
Früher verreisten wir oft mit dem Flieger in die Ferien, heute mit dem Camper.
Früher waren wir zu zweit in unserem Heim, heute haben wir 2 Kinder und Hunde.
Früher gab es im Sommer Gewitter und im Winter Schnee, heute gibt es das ganze Jahr "Wetter"....

Früher gingen meine Frau und ich gemeinsam zu Bett und standen gemeinsam auf,
heute schlafe ich meist schon wenn meine Frau ins Bett kommt,
heute steht meine Frau oft erst auf, wenn ich aus dem Haus bin.
Warum?

Ein einfacher Zirkelbezug: die Kinder sind erwachsen und aus dem Haus (oft) =》man muss nicht mehr früh aufstehen, für wen auch...  =》"wer morgens länger schläft hält's abends länger aus =》keine Kinder......
Anders?
Besser?
Schlechter?

Mittwoch, 3. Februar 2016

Mitte der Woche.....

.....auch Mittwoch genannt. Für mich ist das jeweils ein ruhiger Tag, Zeit um ohne Wecker aufzuwachen (06:05 statt 05:55 - wow!). Der Tag an dem mein Muskelkater sich ankündigt, wenn unser Trainer am Dienstagabend zu viel Krafttraining ansetzt (gestern zum Glück im grünen Bereich - oder aber ich habe zu wenig Einsatz gezeigt). Der Morgen ist relativ lang, da mache ich den Grossteil meiner Arbeit, weil am Nachmittag unsere Hunde raus wollen und bei mir danach die Arbeitsmotivation deutlich sinkt. Vor allem, wenn wir genau die Regenphase erwischen - vorher schien kurz die Sonne, nachher hörte es irgendwann mal auf zu regnen.

Es ist etwas kühler geworden heute. Gestern war es ungefähr doppelt so warm und ich war in Thun zu Gast bei meiner Mutter. Natürlich gab es ein feines Essen, natürlich aber auch etwas zu tun am Compi. Nichts Grosses, aber die Kiste startet sehr langsam. Ich muss mir überlegen, ob ich da nicht mal eine SSD einbauen will (und kann - das Betriebssystem muss ja auch gezügelt werden).

Heute Abend bin ich übrigens mal wieder alleine zu Hause  - alleine mit den Hunden und der Sirene in den oberen Stockwerken (miiiaaaauuuu). Isabel ist in Schönried, meine Frau am Volleymatch (nur Zuschauen) und Carmen irgendwo in Asien - könnte man meinen wenn man sich die Mahlzeiten im Blog anschaut. Morgen fast gleich: Schönried, Fonduetram, "Asien". Wir können also schon mal üben für nächste Woche, da sind wir dann vier Tage am Stück home alone....

Dienstag, 2. Februar 2016

Weekend - leider vorbei

Es war ein kurzes Wochenende. Samstag ausgefüllt mit Fitnesstraininng, Sauna, Hundespaziergang und Kochen  - Beefsteak Tatar by the way - und der Sonntag schenkte uns seine Zuneigung den ganzen Tag in flüssiger Form. Am Abend kamen dann die beiden Snowboarder von Schönried zurück, nicht allzu spät da der Regen bis 2000 m.ü.M. das Zepter übernommen hatte. Jedenfalls taten wir, was wir an solchen Tagen immer gerne tun: wir lasen, schauten TV und genossen das Abendessen welches wenigstens etwas Wärme in den Tag zauberte. Nicht dass es kalt gewesen wäre, nein, nur etwas "unfreundlich".

Tsja, und plötzlich ist Montag, der Zug zur Arbeit kommt mal wieder in Kurzform, erste Klasse an der Spitze. Das Wetter ist ok, die Temperaturen sind hoch... das war's dann aber auch schon - Alltag eben....