Freitag, 24. August 2018

Barbiere - Bar - Bier - Barbière

Ich war letzte Woche erst beim Coiffeur und den Bart (oder das was bei mir eben so spriesst) den pflege ich doch gerne alleine und zu Hause. Ich war also etwas am Rätseln als ich ins Lokal Barbière eingeladen worden bin. Ich hatte zwar eine Vermutung welches Lokal gemeint war, aber der Name war mir gerade nicht präsent. Soll ja vorkommen wenn man die 20 einmal überschritten hat....
Von Barbiere zu Barbière ist es ein kleiner Schritt - ein französisches Zeichen über dem e genügt und die Gedanken wandern von Bart und Frisur hin zu einer Bar wo man Bier trinken kann. Das Ganze kann man - schöne neue Welt - natürlich vorher im Internet bereits auskundschaften. Auf Google Maps finden sich Bilder, Rezensionen, Öffnungszeiten und ein Link auf die Homepage des Lokals - dort wiederum findet sich alles Wissenswerte, ausser welche Biersorten gerade angeboten werden. Wenn man dann allerdings im Barbière aufkreuzt, versteht man auch warum das so ist.
Ich war etwas früh dort, weil ich zuerst noch ins Espace Post musste um was zu erledigen. Und Erledigungen erledigen sich nicht immer gleich schnell, deshalb habe ich genug Zeit eingerechnet - ausserdem wollte ich aus dem Büro raus, ich war schon etwas müde. Deshalb war ich - kein schlechtes Gewissen Schwesterherz wenn Du das jetzt liest - bereits eine Viertelstunde zu früh dort. Die Plätze am Schatten waren natürlich alle schon belegt, aber es war an der Sonne eigentlich ganz angenehm. Ich hätte mich natürlich dem allgemeinen Plätzewechseln anschliessen können - wer neu kam, sass an der Sonne, dann im Halbschatten und irgendwann im Schatten. Aber das war mir doch etwas zu blöd. Lieber studierte ich die Bierkarte (Schiefertafel) draussen vor dem Eingang und bestellte mir dann an der Bar eines davon (leider ist mir der Name entfallen). Überraschung: das gab's gar nicht (mehr). Ach die Tafel? Ja stimmt, die sollten wir auch mal wieder überarbeiten - sorry. Spannenderweise störte mich das überhaupt nicht, im Gegenteil: es passte zum Lokal und erklärte das Fehlen dieser Infos auf der Homepage. Immerhin bekam ich einen guten Alternativ-Vorschlag nach dem Motto "wenn dir das andere geschmeckt hat, dann probier doch dieses". Blöd nur, dass ich das "andere" noch gar nie probiert hatte, ich war ja zum ersten Mal hier - aber egal. Die Empfehlung erwies sich jedenfalls als Volltreffer.
Ja, und dann trudelte Schwesterherz ein und wir bestellten die nächste Runde (die zweite für mich, die erste für sie). Diesmal gab's ein Red Ale welches auch sehr, sehr gut war. Und dazu spannende Gespräche, interessante Beobachtungen (für Insider sage ich nur: die Katze vor der Metzgerei) und irgendwann mal noch eine weitere Runde Bier. Kurz nach halb Fünf war ich eingetrudelt, um halb Zehn war ich zu Hause (wobei das mit Tram und Zug eben etwas dauerte). Genug Zeit eigentlich um ein Selfie von uns zwei zu machen - aber sorry Mam, das habe ich schlicht und einfach vergessen...


Vielleicht sollten wir mal zu dritt dort ein Bier trinken gehen....