Sonntag, 7. Februar 2021

Orange

Ich sehe mir ja gerne Filme und Serien an, die vom Reisen in weit entfernte, unbekannte Gebiete unseres Universums handeln. Dabei spielt es mir nicht so eine Rolle, ob dies mit ultraschnellen Raumschiffen, durch Wurmlöcher oder mithilfe eines Generationenschiffs erfolgt. Im letzten Fall geht es dann aber meist um die Reise selbst, weil die so lange dauert. Die fremden Welten wiederum sind uns oft feindlich gesinnt, entweder wegen der einheimischen Bewohner, oder weil die klimatischen Bedingungen nicht passen. Im Katastrophenfall hingegen findet sich fast immer eine tolle Umgebung, welche das Überleben auch für längere Zeit ermöglicht. Dabei kennt unser Körper keine einzige Bakterie und keinen Virus auf diesem unbekannten Planeten. Wie soll das klappen, wenn uns bereits das mutierte Coronavirus seit über einem Jahr hinter Masken und in die eigenen vier Wände zurückdrängt?
Toll finde ich Planeten mit ganz vielen Monden, phantastisch wenn so ein Saturn-Planet ganz gross am Himmel zu sehen ist. Manchmal sieht es auch aus, wie gestern bei uns in der Schweiz. Ein Hauch von Mars lag in der Atmosphäre und färbte das ganze Land orange ein. Heute ist dieser Effekt wieder weg, dafür haben sich alle freistehenden Fahrzeuge in Marsmobile verwandelt, farblich gesehen.
Orange. Bei der Ampel gibt es zwei Arten, wie man damit umgehen kann: abbremsen und stillstehen - warten - oder das Weyermann-Prinzip: "Gring ache u seckle". Wenn man Pech hat, gibt's bei der zweiten Variante eine Busse, vielleicht sogar mit Begleitfoto. Spätestens bei Rot wird es noch gefährlicher. Orange ist auch die Situation mit Covid-19. Eigentlich fast Grün, wären da nicht die drei Mutationen aus England, Südafrika und Brasilien. Diese steuern klar auf Rot zu. Wobei die Benennung dieser Varianten für den Volksmund spannenderweise der Trump'schen Logik folgt - er sprach oft vom "China-Virus", was damals kritisiert wurde, heute aber offenbar salonfähig geworden ist. Wohlgemerkt, ich will da die bekannteste Haartolle Amerikas nicht in Schutz nehmen.

Zurück zu Science Fiction: mein neues Handy gehört wohl auch dazu. Das Teil kann man mit Warp-Technologie aufladen, sprich wirklich schnell. Dabei ist der (theoretische) Warp-Antrieb gar nicht schnell, das ist er nur in der herkömmlichen Denkweise. Es geht bei Warp um Krümmung und somit um Abkürzung, die Geschwindigkeit errechnet sich dann auf Basis der zurückgelegten Strecke ohne Krümmung. Im Prinzip das Gleiche, wenn ich über die Gleise gehe, statt den Umweg durch die Unterführung zu nehmen. Schnell bin ich so nicht, schnell ist hingegen der Zug - ganz schön gefährlich, dieses neumodische Warp...