Donnerstag, 19. November 2015

Weltraum-Anomalien

Es ist 05:15 und ich wache auf als Luke Skywalker. Neben mir das unverkennbare Geräusch von der dunklen Seite der Macht: Darth Vader!
Ein Alptraum? Mitnichten, meine Frau die etwas erkältet ist und ab und an auf dem Rücken schläft. Zum Glück - oder auch nicht - heisst es schon bald Aufstehen....
Auf dem Weg zum Bahnhof wird wieder einmal klar, wie undefiniert unsere Welt doch ist. Eine einfache Diskussion über die unregelmässigen Zugseinfahrten im Bahnhof Bern Wankdorf bringt es an den Tag: das hinterste Gleis, ist das nun...
- das letzte auf dem Weg vom Zug Richtung Postgebäude (Gleis 5),
- oder das letzte in der anderen Richtung ("hinter mir", Gleis 1)?
Wenn ich irgendwo stehe und in eine Richtung schaue, sage ich dann
- gang mau dert hindere, oder
- gang mau dert füre?
Auch Richtungen und Dimensionen scheinen relativ zu sein, oben und unten ergeben sich aus der Gravitation, ohne Schwerkraft ist das undefinierbar (oder willkürlich und nicht allgemein gültig).

Anormal ist dann bei der Fahrt ins Fitnesscenter auch der Fahrplan: in Bern fährt nur die halbe Komposition ein, diese dafür 6 Minuten vor der Zeit. Anzunehmen dass dieser Teil aus dem Depot kommt und die restliche Hälfte noch unterwegs ist. Eine Minute vor Abfahrt steige ich dann trotzdem in den "falschen" Teil ein; lieber falsch fahren als richtig den Zug verpassen.
Kaum abgesessen rumst es ordentlich - die verspätete Hälfte des Zuges ist doch noch eingetroffen. Vermutlich spüren die Nina-Züge schon den kommenden Schnee...

Mittwoch, 18. November 2015

Moments

Der Zug fährt ein, viele Leute warten schon ganz ungeduldig. Wie jeden Tag sind wir offiziell zu spät, aber gemäss internem Fahrplan noch pünktlich - spielt aber keine Rolle, man muss da sein wenn der Fahrplan das gebietet. Zum Glück ist es noch nicht kalt....
Alle sind rasch eingestiegen, man will(?) ja möglichst schnell zur Arbeit....alle? Nein, da steht eine ältere Frau mit einem Hund auf dem Arm, lächelt den Zug an und wartet darauf, dass sich die Türen schliessen. Dort in der Türe steht ihr Mann auf dem Weg zur Arbeit. "Bis heute Abend" - die Türen schliessen, der Zug fährt ab. Carlos Leal würde sagen: "süss" - ich bin dankbar für solche kleine Gesten in unserer Terror-Stimmung.

So fängt ein guter Tag an, und so hört er auf: Muffins von Isabel!

Montag, 16. November 2015

Kälte

Noch ist es warm draussen an der Sonne, am Nachmittag, zu warm für die Jahreszeit. Aber es ist auch kalt in unseren Herzen wenn wir an Paris denken. Der Krieg im Nahen Osten ist bei uns in Westeuropa angekommen, mit den Tausenden von Flüchtlingen und den wenigen Extremisten die uns immer wieder in Angst und Schrecken versetzen. Das eine hat mit dem anderen direkt nichts zu tun, und doch werden die meisten Mitmenschen nun auf jeden sichtbaren Flüchtling mit Argwohn schauen, jeder Mann mit mehr als einem Dreitagebart ist ein potentieller Terrorist. Genau das beabsichtigen diese Extremisten, und fallen dabei weniger auf als die Flüchtlinge und hiesigen Muslime. Es sind teilweise junge Menschen ohne sichtbaren Anlass für extremistische Ansichten und ohne Grund für terroristische Taten. Aber es sind Menschen, die offensichtlich unzufrieden sind, ausgestossen vielleicht und verletzt; instrumentalisiert von kalten Strategen die nur eines wollen: Macht.

Es ist kalt geworden im warmen November. Zünden wir eine Kerze an die unsere Herzen wärmen soll, alle unsere Herzen. Und fürchten wir uns nicht - das Leben ist zu kurz um es mit solchen Gedanken zu verschwenden.

Freitag, 13. November 2015

Freitag der 13.

Was passiert an diesem Tag - so mancher wird sich dies heute morgen beim Aufstehen gefragt haben. Vielleicht einfach so, vielleicht aus Aberglaube. Ich habe zuallererst mal mein Horoskop gelesen wie jeden Tag (obwohl ich nicht wirklich daran glaube, aber wenn's gut ist, wird auch ein mittelmässiger Tag ein wenig besser). Alles im grünen Bereich, ein toller Tag schien mir bevorzustehen, ein toller Freitag der 13.
Freitag ist auch Lottotag und aktuell mit einem Jackpot von über 100 Millionen sollte man das auch nicht verpassen. Spielen geht auch im Zug, auf dem Tablett. Zuallererst nach dem Login die erste Überraschung: ein Gewinn vom letzten Dienstag, drei Richtige und gute 20 CHF mehr auf dem Spielerkonto. Tsaj, Freitag der 13. eben (der Gewinn allerdings war vom letzten Dienstag).

Die Reise im Zug führte mich nach Luzern an einen Innovationsworkshop. Tolles Ambiente in einem Bau von Herzog und de Meuron, im 7. Stock des Hotels Astoria. Kurzweiliger Workshop zu einem jnteressanten Thema aus der Welt des Internets. Spannende Gastreferenten aus Niederbottigen - das e-Bike von Thömus lässt grüssen. Stehlunch auf der Terrasse, kurzärmlig und ohne Sonnencrème. Am Ende des Tages wurde unsere Idee noch preisgekrönt: ein Probeweekend mit dem Stromer ist als Preis nicht zu verachten. Fazit: Freitag der 13. eben.

Jetzt steht Entspannung auf dem Programm, Fussballmatch Slowakei gegen die Schweiz. Nach einer Halbzeit steht es 1:0 für die anderen. Im Eishockey liegt der SCB 0:4 zurück, zu Hause im eigenen Stadion.

Freitag der 13. eben. Ein ganz normaler Tag....

Sonntag, 8. November 2015

T-Shirt- Wetter

Es ist Sonntag, 8. November, halb zwei Uhr. Das elektrische Schaf ist immer noch jeden Tag im Einsatz und der Rasen ist grün wie im Sommer eigentlich nie. Würden nicht die Blätter runterfallen, man wähnte sich im September; wären nicht die Tage kürzer, freuten wir uns auf die bevorstehenden Herbstferien; und stünden nicht die ersten Guetzli auf dem Tisch, wäre Weihnachten noch unendlich weit weg - es sind keine sieben Wochen mehr!

Ich mag mich nicht erinnern, dass wir je nach unseren Herbstferien so lange anhaltend schönes Wetter gehabt hätten. Wir sind einen Monat zurück und hatten eigentlich fast nur Sonne, mal mit und mal ohne Nebel. Spaziergänge gibt es aktuell mit T-Shirt und einem Gilet darüber. Die Bauern sind noch fleissig am Gras schneiden und können so einen Teil des Ausfalls kompensieren. Allerdings ist es schon wieder fast zu trocken, die Grundwasserquellen vermögen nicht mehr überall die Trinkwasserversorgung zu garantieren. Soll man sich jetzt aber Niederschläge wünschen? Oder einfach nur die sonnigen Tage geniessen?

Donnerstag, 5. November 2015

Endspurt

Jedes Jahr endet irgendwie gleich: noch so viel zu Erledigen, nur noch so wenig Tage übrig. Es ist anfangs November und es geht jetzt richtig rund:
- 20.11: Schlussessen und Rangverkündigung Satus Bümpliz
- 21.11: Boogie Woogie Abend im Bären Oberbottigen, 5 Gänge mit Wein und Musik
- 22.11: Brunch bei Chrigus Bäckerstube
- 28.11: Klassenzusammenkunft in Thun
- 09.12: Weihnachtsessen PostAuto (mit Anhang)
- 12.12: Spaghetti-Essen Satus Bümpliz

Wahrscheinlich sind das noch gar nicht alle Termine, zudem möchten wir ja auch noch Guetzli backen, vielleicht einen Grittibänz und last but not least gibt es da noch die Arbeit im Büro zu erledigen.....

Jedes Projekt endet irgendwie gleich: noch so viel zu Erledigen, nur noch so wenige Tage übrig. Es ist anfangs November und zum Jahreswechsel ist die Einführungsphase in einem der grössten PostAuto-Projekte vorgesehen. So wie es aussieht, folgt auf den warmen Herbst nun auch noch ein heisser Winter.

Und das beste daran: in diesem Jahr treffen beide Konstellationen gleichzeitig ein. Freude herrscht....

Freitag, 30. Oktober 2015

Herbst

Jede Jahreszeit hat ihre Vorteile, ihre Anhänger (social-media-konform: follower) und ihre Zeit. Wie im Leben eines Menschen die Abschnitte kann einem die eine Jahreszeit gestohlen bleiben, eine andere hingegen gar nicht lange genug dauern - sie kommen und gehen trotzdem. Als Kind wollte ich immer älter werden, heute möchte ich lieber jung bleiben aber nicht unbedingt nochmals jung sein. Als im Frühjahr Geborener ist das meine liebste Jahreszeit, auch wenn mir eigentlich alles rund um den Sommer gefällt. Auch die Wintermonate in Australien waren toll - war ja dort gerade Sommer zu dieser Zeit.

Nun, aktuell ist Herbst und es ist recht mild. Kaum Frost in der Nacht, Tageshöchsttemperaturen über 10° - so stellt man sich einen gemütlichen Übergang von Sommer zu Winter vor. Aufhalten kann man diesen Prozess genauso wenig wie das Altern, wäre es im Moment saufeucht und arschkalt, könnten wir das trotzdem nicht ändern. Es bleibt uns nur, die schönen Momente zu geniessen, im Herbst und im Älterwerden....