Montag, 17. Oktober 2016

Nebel

Die Wetterlage ist im Moment etwas undurchsichtig. Mal scheint die Sonne, mal gibt's ein paar Tropfen Regen. Mal hat es Wolken, mal sieht es aus als wären wir direkt in einer solchen drin. Es ist wieder Herbst und das Wetter ist - positiv formuliert - abwechslungsreich geworden. Die besten Freunde des Hunde-Spaziergängers sind aktuell Regenradar und Wetterfrösche (wenn sie keinen Quak erzählen).

Im Nebel ist Vieles möglich. Man fühlt sich wieder etwas weniger "auf die Füsse getreten". Bei strahlendem Sonnenschein am Samstag herrschte ein Verkehr auf den Spazierwegen, fast mehr als auf der benachbarten Autobahn. Am Sonntag dann war man wieder fast alleine unterwegs - und genau das liebe ich an den Spaziergängen im Winter bei grauem Wetter: Platz ohne Ende. Kein Wunder verreisen so viele Schweizer und Schweizerinnen gerne und oft nach Australien. Wer will, kann dort Tage und Wochen verbringen, ohne anderen Menschen zu begegnen. Hier in der Schweiz geht das fast gar nicht mehr. Muss man einmal dringend im Wald pinkeln, liegt garantiert schon irgendwo ein Jäger auf der Pirsch. Gut, macht man ja eigentlich auch nicht. Aber irgendwie ist an jeder Ecke irgend ein Wanderer, Biker oder Walker anzutreffen. Da wundert man sich bloss, wann denn jene Zeitgenossen unterwegs sind die irgend etwas illegal im Wald deponieren....... nein, eigentlich will ich das gar nicht wissen.

Am Mittwoch komme ich in den Genuss einer Stadtführung durch das "kriminelle" Bern. Ich war schon mal dabei beim "erotischen" Bern und das war echt interessant. Man spaziert durch eine Stadt die man eigentlich kennt, und entdeckt überall neue Facetten durch den Blick in die Geschichte. Abgerundet wird das Ganze durch ein Fondue im le Mazot. Und das wäre eigentlich ganz nahe am Bundesplatz.... Aber 20:30 Uhr schaffe ich wohl kaum. Rendezvous am Bundesplatz muss also noch warten, aber in diesem Jahr muss ich da wieder mal hin.....

Sonntag, 16. Oktober 2016

Smart

Gestern war unser Alltag steinzeitlich, altmodisch und langsam - heute ist er smart und somit intelligent, schlau. Zumindest muss man das annehmen, denn smart heisst ja schlau. Und mit unseren Smartphones in unseren smarten Cities bewegen wir uns ebenso smart wie die intelligenten Autos - und damit ist nicht nur der Smart gemeint. Alles ist heute irgendwie smart: der Kühlschrank weiss was bestellt werden muss, das Haus merkt wann wir aus dem Haus gehen (und wann wir uns auf den Heimweg machen) und regelt entsprechend die Temperatur zu Hause. Suchen wir etwa auf Google nach einer neuen Matratze für's Bett, wird uns dieser Artikel anschliessend im Browserfenster dauernd präsentiert - in den Werbeflächen, auf ewig oder bis wir nach was Anderem suchen. Smart?
Es geht aber noch weiter, technisch gesehen können Autos, Busse und Züge heute autonom fahren. Im Normallfall unfallfrei, in Alltagssituationen mit hoher Wahrscheinlichkeit sicherer als der Mensch. Einen Auffahrunfall wie heute Morgen zwischen Zürich und Basel dürfte es nicht geben, weil die autonomen Fahrzeuge die Verkehrsregeln einhalten würden - heisst im Nebel Geschwindigkeit reduzieren weil man ja auf Sicht anhalten können muss (respektive gleich schnell wie das vorausfahrende Fahrzeug - und um das einschätzen zu können, muss man es ja sehen). Dann gibt es aber eben auch noch die nicht vorhersehbaren Situationen, und die sind nicht immer heherrschbar durch die smarten Fahrzeuge - Tesla lässt grüssen.

Unser Wissen haben wir ausgelagert ins Internet, das Smartphone weiss ja schliesslich alles. Es kann auch übersetzen, zählt unsere Schritte (und muss daher auf Schritt und Tritt dabei sein), meldet uns zugestellte Pakete wenn wir nicht zu Hause sind, überwacht dank Kommunikation mit unserem smarten Haus was zu Hause läuft und gibt uns obendrein laufend Ratschläge aller Art. Eigentlich ist so ein Smartphone fast überlebenswichtig geworden, so scheint es zumindest.

Ich erinnere mich noch an die Anfänge der Navigationsgeräte in Autos. Klar, dass diese zuerst in Oberklassen-Premium-Fahrzeugen eingebaut worden sind. Deshalb war es dann auch ein Mercedes-Fahrer welcher in Deutschland über eine Brücke fuhr, die schon längst abgebrochen worden war. Wer nun meint, wir wären smarter geworden, der täuscht sich. Es ist noch nicht lange her, da landete ein Sattelschlepper auf dem Damm der Aare zwischen Thun und Bern. Nicht wie ein Helikopter, nein, der fuhr so lange nach Smart-Navi bis er stecken blieb und mit schwerem Gerät wieder flott gemacht werden musste. Mag sein, dass die Geräte immer smarter werden. Aber wir müssen acht geben, dass uns Menschen nicht das Umgekehrte passiert.

Be smart - think!

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Back in business

Die Herbstferien sind Geschichte, eigentlich die letzten Ferien des Jahres. Gut, über Weihnachten werde ich wohl noch etwas reduziert arbeiten, aber das Ferienkontingent ist aufgebraucht, offizielle Ferien gibt es heuer keine mehr. Die Rückkehr in den Alltag war irgendwie "from hero to zero", vor allem was die Temperaturen angeht. Die Bilder am Morgen erinnern schon eher an Winter als an Herbst, der Nebel hält sich in Grenzen, der Rasen ist weiss und jeder Atemzug ist beim Ausatmen in der kalten Luft sichtbar - muss das so schnell gehen? Etwas Altweibersommer oder zumindest milder Herbst wäre mir noch gelegen gekommen nach den Ferien in Nordspanien. Allerdings scheint es allen so zu gehen, auch jenen die nicht gerade im Süden in den Ferien waren. Ganz Helvetien hat Winterkleidung und -schuhe montiert; ganz Helvetien? Nein, ein paar Individuen über das ganze Land verteilt leisten noch aktiv Widerstand und werden in Sommerkleidung gesichtet. Obelix würde sagen, die spinnen die Helvetier....

Der Start in der Berufswelt war ein wenig "wärmer", der erste Tag war ein Telework-Tag und ich habe noch so einiges zwischendurch erledigen können, was privater Natur war. Taxidienst nach Hindelbank für die beste Ehefrau von allen beispielsweise. So hatte ich dann ein Auto für die zwei Spaziergänge mit den Hunden (der Schrittzähler hat's registriert....). Und kochen muss man zu Hause ja auch selber, wenn man alleine ist.
Dienstag im Büro kam mir dann eine Einladung in die Quere, die ich dankend annahm - wer kann bei Kaffee und Apfelkuchen schon widerstehen?
Mittwoch war ich ebenfalls zu Hause, aber wesentlich produktiver; geht doch!
Und heute Donnerstag bin ich wieder im Büro und stelle fest, da wird immer noch viel Seich und Scheisse produziert. Sagt man zwar nicht, ist aber erstens wahr und zweitens habe ich es ja "nur" geschrieben. Da will man rasch auf die Toilette, geschlossen wegen Reinigung! Nächste Toilette, alles besetzt. Dritte Toilette, schon ziemlich weit entfernt (aus "will" wird ein "muss" und rasch bekommt eine andere Bedeutung) - ahhh, alles frei. Erneut freut sich der Schrittzähler....

Trotz allem ist es wieder schön daheim zu sein. Ich freue mich ein klein wenig auf den Winter, auf Tee und Kerzen, Lebkuchen und Wildgerichte, vielleicht sogar auf etwas Schnee. Und natürlich auf Mandarinen......

Mittwoch, 21. September 2016

Herbst

Es ist kühler geworden bei uns - nicht unangenehm, aber punkto Kleider etwas mühsamer als im Sommer. Morgens ist die dünne Jacke fast zu wenig, auf dem Nachhauseweg trägt man sie heim. Nebel haben wir zwar noch keinen, aber wir sind definitiv im Herbst angekommen. Herbstzeit bedeutet auch Ferienzeit - schon wieder....aber das hat bei uns ja Tradition, dass wir im September dem Sommer noch ein paar Tage nachreisen.

Am Freitag geht es also los und am Dienstag wollen wir dann in der Bucht von Rosas sein. Dazwischen liegen einige bekannte Campingplätze die wir noch ansteuern möchten - zum Beispiel in der Ardèche wo wir im April schon waren. Aber davon dann im anderen Blog.
Hier gilt es noch die letzten Reisevorbereitungen zu treffen. Und für unsere Hüter des Hauses gibt's noch ein paar Instruktionen: wenn der Rasenmähet spukt oder es ihm zu kalt wird, wenn die Katze plötzlich einen Herzkasper erleidet oder wenn wieder mal ein Liftmonteur bei uns einen Aufzug reparieren möchte. Alles im Bereich des Möglichen.....
Dafür bleibt ja unser Auto zu Hause - mit Nummernschild und damit fahrbar. Mal schauen, ob dann Carmen noch oft mit dem Velo zur Arbeit fährt...

Mittwoch, 14. September 2016

Alles hat ein Ende

Wir schreiben den 14. September 2016, es ist Viertel nach Acht (abends) und das Thermometer zeigt angenehme 25° an. Gestern in der Turnhalle in Bümpliz schwitzte ich schon beim Rumstehen und nach dem Duschen hatte ich das Gefühl, in der Garderobe überhaupt nicht richtig trocken zu werden. Kurz gesagt: es ist aussergewöhnlich warm für diese Jahreszeit. Das meinte vorhin auch der TV-Wetterfrosch und warnte zugleich vor dem bevorstehenden Wetterwechsel. Zeit also, noch ein letztes (?) Mal die Fackeln auf dem Gartensitzplatz anzuzünden und den Kampf gegen die Moskitos aufzunehmen. Da hilft es leider nicht, dass ich heute schon wieder geschwitzt habe - im Gegenteil. Und die Fackeln scheinen auch nicht mehr die gleiche Wirkung zu erzielen, seit uns das Citronella-Lampenöl ausgegangen ist und die Landi nur noch die normale Variante im Sortiment führt. Bei nächster Gelegenheit werde ich einen Tontopf mit Stink-Spiralen besorgen (den habe ich mal in Mulhouse im Carrefour gekauft, aber seither nur im Internet in Germany gefunden...beim nächsten landesübergreifenden Shopping steht das Teil zuoberst auf der Liste).

Was soll ich nun vom bevorstehenden Wetterwechsel halten? Auf der einen Seite mag ich den Sommer vorbehaltlos. Auf der anderen Seite ist auch mal genug mit 28° und Raumtemperaturen die immer höher sind als man im Winter je heizen würde. Ich habe noch zwri, drei anstrengende Arbeiten im Garten geplant,  das ist wesentlich angenehmer wenn es nicht gar so heiss ist. Gut, nass ist dafür auch nicht ideal - nach den Arbeiten hingegen schon und für den Rasen sowieso, da ist schon wieder etwas gelbliche Farbe zu sehen.

Ich weiss, jammern auf höchstem Niveau - und deshalb sitze ich auch noch draussen, schreibe, kratze, wedle eine Mücke zur Seite und schreibe weiter. Überall dort wo es wiederkehrend juckt, ist's ein Mückenstich, dort wo's nur einmal juckt ist es Einbildung....

Dienstag, 13. September 2016

Kurze Wege

Mein Chef hatte früher damit geprahlt, dass er nur drei Tramstationene vom Arbeitsort gewohnt hat. Toll, kaum 10 Minuten Arbeitsweg, das sparte Zeit von der ja alle immer zu wenig haben. Es hat aber auch Nachteile....

Ich war immer froh um die halbe Stunde im Zug - am Morgen zum richtig Wachwerden, am Abend zum Abschalten. So blieb das Büro in der Regel am Arbeitsplatz und das Private zu Hause. Klar, nicht jeder Mensch ist gleich gestrickt und nicht jede Tätigkeit schleicht sich gleich stark in die Gedanken, wenn man eigentlich schon nicht mehr arbeitet. Und es gibt auch andere Möglichkeiten um ähnliche Effekte zu bewirken: Joggen am Morgen weckt ganz bestimmt und etwas Sport nach der Arbeit spült die kreisenden Gedanken oft aus dem Kopf. Aber wir Informatiker sind ja bekanntlich etwas bequem....

Heute ist das offenbar immer noch ziemlich kontrovers mit der Länge des Arbeitswegs. Carmen wünscht sich bei warmem, kalten und nassen Wetter einen viel kürzeren Arbeitsweg - dabei ist Kirchberg viel näher als früher Bern (hat aber keine gute öV-Anbindung - Kirchberg schon, die Firma nicht). Ich wäre manchmal froh um einen 5-Minuten-Arbeitsweg, so könnte man auch mal über Mittag zu den Hunden schauen ohne immer gleich einen Teleworktag einlegen zu müssen (was aber an sich nichts Schlechtes ist). Hätte Astrid einen Arbeitsweg der mit dem Velo zurückgelegt werden kann, wäre an heissen Tagen ein Spaziergang im Wald möglich, weil das Auto dann da wäre. So gab es gestern halt eine verkürzte Variante durch's Quartier, den kleinen Bächlein entlang die es bei uns so zahlreich gibt.

Ganz spannend wird es dann beim Espace Post. Da stehen die gleiche  Leute die vorher aus dem Zug gestresst sind, plötzlich vor der Eingangstüre und verplempern wertvolle Zeit. Warum? Die Antwort ist einfach, etwa 10 cm lang und qualmt wenn angezündet.... Manchmal ist der Arbeitsweg eben auch zu kurz.

Sonntag, 11. September 2016

Schlafprobleme

Normalerweise läuft das ja so: von Montag bis Freitag arbeiten und dann müde ins Wochenende, nach dem Wochenende geht's wieder erholt in die neue Arbeitswoche. Es gibt natürlich auch andere Rhythmen, man kann auch unter der Woche genug schlafen damit man am Wochenende so richtig beim Ausgang zuschlagen kann. Letzteres war aber nie so mein Ding und ist es mit bald fünfzig Lenzen auf dem Buckel gar nicht mehr.
Gestern allerdings war es etwas anders. Gestern waren wir mit Freunden aus, was Feines essen. Isabel kam auch mit und wollte um 22 Uhr in Hindelbank auf den Zug - eigentlich perfekt, meine Frau hatte den Wecker auf 04:00 gestellt, Hundeprüfung in Klingnau mit Arbeitsbeginn um 07:00. Bleibt festzuhalten, dass man sich für solche Anlässe FREIWILLIG anmeldet.... Jedenfalls war ich um halb elf Uhr im Bett. Unsere Nachbarn sassen noch auf dem Gartensitzplatz mit Gästen, nicht unbedingt leise aber auch nicht so, dass es uns im Schlafzimmer gestört hätte. Dieses geht ja nach vorne raus, der Gartensitzplatz ist hinten. Dass dann aber Nachbars Hunde noch ein Mitternachtskonzert gaben, war natürlich nicht geplant und wurde von unseren Vierbeinern natürlich prompt beantwortet. Als dieser Zwischenfall über die Bühne war, gab's wieder etwas Schlaf. Bis zu den Böllern, die vermutlich von der Gewerbeausstellung in Kirchberg kamen. Auch dies wurde natürlich umgehend im Erdgeschoss kommentiert. Diese Ausstellung findet alle 10 Jahre statt - kann man also auch nicht wirklich jammern, aber muss denn alles in der gleichen Nacht zusammenkommen? Nun gut, war ja nur kurz und wir konnten uns wieder schlafen legen. Kurz darauf gingen dann Nachbar's Gäste, vorne raus, dort wo unser Schlafzimmer ist. Die gingen zwar ziemlich rasch, aber wach wurde ich trotzdem - einmal mehr. Und als wir dann wieder eingeschlafen waren, dauerte es nicht lange bis Susi mit einem Katzenjammer-Konzert loslegte.

Kurz und gut, 4 Uhr wurde es ziemlich rasch und danach war auch nicht mehr wirklich an viel Schlaf zu denken, weil Susi lautstark manifestierte, dass Isabel noch nicht vom Ausgang zurück war. Diesmal werde ich wohl ins Büro zum Ausruhen gehen - ist ja alles relativ...