Samstag, 12. Oktober 2019

Aufwachen

Was für ein toller Empfang auf unserem Morgenspaziergang. Die Temperaturen waren für Dylan gerade recht, aber auch ich fror nicht in meiner Softshell-Jacke. Nur die Finger waren etwas steifer als gewohnt - sind aber auch nicht so gut gepolstert wie der Rest und Handschuhe im Oktober? Nein, danke. Heute wird der geputzte Grill nochmals bemüht, oder vielleicht auch erst Morgen.
Der Rasenmäher darf bei diesen Temperaturen über Nacht rein. Aber der macht ja keinen Lärm und Dylan letzte Nacht auch nicht. Keinen Mucks hatte ich gehört - von Skipper in Interlaken auch nicht, was die Frage aufwirft, warum das zu Hause nicht immer geht. Ich habe ja unseren Skipper im Verdacht, der sieht was durch's Fenster und gibt dann so lange leise Geräusche von sich, bis Dylan zu Bellen anfängt. Vielleicht macht er es auch bloss, weil er ohne uns (aber nicht alleine) unten schlafen muss. Das würde erklären, warum es im Hotelzimmer klappt...
Nach dem Morgenspaziergang habe ich mir ein Mobility-Auto geschnappt, Leiter und Material eingepackt und bin los zum Wohnmobil. Zwei lange Streifen Dichtungsmasse, zwei neue Regenrinnen und eine Stunde später ist das Problem mit der undichten Markise nun hoffentlich Geschichte. Merken wir dann leider erst in einen halben Jahr auf unserer nächsten Fahrt - sofern es dann regnet, was wir uns ja nicht wünschen.
Als letzte Tat vor dem Morgenessen fuhr ich ins Migros und besorgte den Rest für unsere Mahlzeiten an diesem Wochenende. Frische Wildpilze aus Europa (statt der getrockneten Morcheln aus Kanada), ein paar Pouletflügeli für auf den Grill, Fleisch für ein Tatar, Tomaten, Mozzarella, Crème fraîche, eine Quarktorte mit Äpfeln....das Wochenende kann kommen. Halt, das ist ja schon da....

Freitag, 11. Oktober 2019

Freitag - Wochenende

Zum Glück ist heute Freitag. War schon einige gewaltige Menge Arbeit, die mir diese Woche beschert hat. Es ist auch nicht einfach, bei diesen vielen Sitzungseinladungen noch Zeit zum Arbeiten zu finden. Manchmal hilft auch der Zufall noch etwas mit und heute wurde am Nachmittag ein zweistündiger Strategieblock abgesagt - so konnte ich noch ein paar wichtige Telefonate führen und Pendenzen erledigen. Nun steht ein sonniges Wochenende vor der Tür, meine Frau ist mit Skipper in Interlaken und ich werde Morgen Dylan etwas beschäftigen. Dann gilt es auch noch, ein paar "Servicearbeiten" am Wohnmobil durchzuführen - damit es nächste Saison hoffentlich nicht mehr bei der Eingangstür von der Markise runter tropft. Material ist da, Leiter steht bereit - let's do it.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Zurück

Während die einen sich noch in Südfrankreich an der Sonne räkeln, schwimme ich hier bereits wieder durch den Alltag. Sintflutartige Regenfälle am heutigen Tag haben dieses Gefühl noch verstärkt. Aber die ersten drei Tage bin ich auch im Büro geschwommen - thematisch durch Themen wo ich noch nicht ganz auf dem neusten Stand war, und durch meine über 400 Mails. Nun sehe ich etwas Land, aber auch noch viele Aufgaben, wo ich nicht genau weiss, wie wir diese genau an die Hand nehmen sollen. Es wird also nicht langweilig werden.
Zu allem Überfluss hustet es bei mir zu Hause in jedem bewohnten Zimmer. Da kann ich machen was ich will, im Schlafzimmer höre ich meine Frau, im Büro Carmen aus dem Nebenzimmer. Im besten Fall geht das rasch vorüber, und zwar an mir vorbei. Kann ich jetzt gerade nicht gebrauchen eine krankheitsbedingte Auszeit. Nur kann man sich das eben nicht immer aussuchen. Deshalb hilft wohl nur: abwarten und Tee trinken.

Mittwoch, 11. September 2019

Der frühe Vogel

Wenn ich um Viertel nach Sechs bereits im Zug nach Bern sitze, dann ist ein früher Termin angesetzt. Gut, ich könnte auch auf dem Weg zum Flughafen sein, um einen Flieger in die Ferien zu erwischen. Man darf ja auch mal träumen.... So ist es aber nicht, um Viertel nach Sieben geht die erste Sitzung los - mit meinem Chef. Der hat einen immerzu vollen Kalender und füllt diesen eben zunehmend auch in den Randzeiten auf. Immerhin hat er beim Schieben zuerst gefragt.
Um 06:04 auf den Bus, das bedeutete um 05:20 aufstehen. Schliesslich wollte ich noch duschen - war aber alles kein Problem, ich war mal wieder vor dem Wecker wach. Das wird sich am Abend rächen, da bin ich mir sicher. Morgen fährt der Zug dann "erst" um 06:29 und bringt mich nach Pfäffikon SZ. Kadertag PostAuto, natürlich mit einem aktiven Part von meiner Seite. Und weil ich am Freitag ins Tessin muss, fahre ich gleich direkt. So reisen ich etwas weniger, auch wenn mir das im Prinzip noch passt - im Zug kann ich endlich mal arbeiten....

Dienstag, 3. September 2019

Saublöd

Mein Chef überrascht mich immer mal wieder mit irgendwelchen Ideen, die ihm scheinbar über zugeflogen sind. Da werden dann schon plötzlich mal ein paar Aufträge draus: Service-Portfolio bis am 17.9., Prozessdarstellung als Diskussionsgrundlage für den Kadertag am 12.9. - und ja, auch an diesem Anlass darf ich wieder mal eine Gruppenarbeit moderieren. So wird die Zeit manchmal etwas knapp, die Zeit für meine tägliche Arbeit. Wie gut, dass unsereins auch im Zug arbeiten kann. Zwei mal eine halbe Stunde, das ist doch schon was. Und um 16:50 mit der RBS über Bätterkinden geht es nicht nur ein paar Minütchen schneller, es ist auch weniger ein Gschtungg. Hotspot ein damit die Verbindung zustande kommt, Rucksack auf, ein Griff ins geschützte Fach - ins Leere. Sapperlot, da habe ich doch tatsächlich mein Notebook auf dem Schreibtisch im Büro liegen gelassen. Dann halt nicht, ein anderes Mal vielleicht,  mache ich heute mal was Anderes im Zug.

Freitag, 30. August 2019

Zwei Tage frei

In meinem Kalender stand gestern und heute ein grosser Eintrag: frei. Leider gab es da noch ein paar andere Einträge, im Geschäfts- wie auch im Privatkalender.
Am Donnerstag habe ich mich zuerst Mal um meine Pendenzen gekümmert; der Mittwoch war sitzungsverseucht und mein Posteingang darum zugespamt - und die Auftragsliste lang. Dann ging ich mal mit den Hundies auf die Piste und nach der Rückkehr einkaufen für den Rest der Woche. Irgendwann gab's dann auch noch Frühstück und danach....dolce far niente - bis die Hunde auf die zweite Runde warteten. Denn allzu spät ging nicht, es wurde ja nur noch wärmer. Anschliessend noch ein paar Mails verarbeitet, Bolognese-Sauce gekocht (Hackfleisch soll man ja rasch verwerten) und das Abendessen zubereitet: Penne al Salmone. Mittagessen fiel aus, da kein Hunger nach dem späten Frühstück. Abendrunde mit den Hunden, dann Wawrinka-Match (Sieg), Volleymatch der Schweizerinnen (Sieg) und noch einen Rest Europaliga-Fussball (Sieg für Frankfurt mit Adi Hütter). Irgendwann war dann Flasche leer und ich im Bett.
Heute verlief das ganz ähnlich - zuerst. Hunderte füttern, Hundespaziergang, Telefon auf Natel - und der sagte dann etwas von 9-Uhr-Termin. Stimmt, da musste ich wieder zu Hause sein. Passte aber, weil ich heute früher unterwegs war als gestern - wegen den Temperaturen. Um 9 deshalb Telefonkonferenz zu Hause, nebenbei noch ein paar Mails abgearbeitet (weil's so spannend war). Dann rasieren, duschen und Carmen kochte Mittagessen. Diesmal fiel das Morgenessen aus weil keine Zeit, und weil Carmen ja am Abend Termin mit Essen hatte. Nach dem Zmittag die zweite Hunderunde, umziehen, Kaffee und ab auf den Zug ins Wankdorf. Dort hatte ich eine verschobene Sitzung von halb Vier bis halb Sechs. Jetzt geht es ab nach Hause, dann Futter für Dylan und Skipper, kurz noch um die Wiese und dann ist Feierabend. Essen ist schon gekocht - Resten von gestern. Manchmal ganz schön praktisch...

Mittwoch, 28. August 2019

Souschel Miidia

....oder Social Media. Das war gestern Abend das Thema beim Konzern an einem Anlass für Mitarbeitende - ausserhalb der Arbeitszeit, was bei mir immer irgendwie der Fall ist, und irgendwie auch nicht. Im Fokus war LinkedIn, eine Plattform aus der Berufswelt welche vernetzen soll. Ich habe selber (noch?) keinen Account, aber das Thema ist grundsätzlich interessant. Nicht zuletzt, weil beim Konzern der Sozialplan geändert werden soll und die Anstellungsgarantie neu erst ab 58 statt 55 gelten soll.
Die Social Media Expertin mit dem seltenen Vornamen "Jeromine" (beides interessante Details) hat ein paar spannende Aussagen gemacht. Dass Facebook komplett übersättigt sei und sie dort gar nicht mehr reinschaue, beispielsweise. Ich hatte gar nie einen Facebook-Account, wenn man einen Hype lange genug ablehnend verpasst, wird man in der heutigen Zeit schnell mal zum Trendsetter.... Sie hat uns Tipps zum Ausfüllen des LinkedIn-Profils gegeben, auf Stolpersteine hingewiesen und Beispiele gezeigt - gute und schlechte. Dann lernte ich etwas über Aktivitäten: Freunde gewinnen, Beiträge "liken", Kommentare schreiben, Beiträge verlinken, und irgendwann am Schluss noch: eigene Beiträge verfassen. Oder anders gesagt: man betreibt einigen Aufwand, ohne lange wirklich produktiv zu sein und etwas Neues entstehen zu lassen. Der Lauf der Zeit, offenbar, denn nur wer viele Follower hat, dem hört man/frau zu und glaubt ihm oder ihr auch (fast) alles. Und nur wer andere mag und ihnen folgt, dem wird das Gleiche zuteil. Eine Gesellschaft, in der man sich offenbar mag - aber trotzdem immer weniger Rücksicht nimmt. Diese Dualität der Realitäten - physisch und virtuell - ist nichts für mich, da bin ich mir jetzt sicher. Aber vielleicht geht es mal nicht mehr ohne, vielleicht muss sich Unsereins dereinst einen Platz im Altersheim über Souschel Miidia ergattern - oder finanzieren, wer weiss...