Ferien bedeutet: länger Schlafen (Fehlanzeige), etwas Gutes Essen (werde ich am Abend mit meinem Ex-Chef), erledigen was man schon immer wollte und keine Zeit dafür hatte (meinem Ex-Chef den Kalender vorbeibringen) oder einfach mal gar nichts tun (sollte heute auch etwas Zeit übrig bleiben dafür). Ich werde mal schauen, was der Tag so bringt. Ich habe in der Migros noch etwas bestellt zum Abholen in Burgdorf - hätte gestern schon kommen sollen, wenn's heute eintrifft, werde ich das mal erledigen. Dann bräuchte ich noch Hosen aus der Vestita, ebenfalls in Burgdorf. Ein Spaziergang mit den Hunden wird ebenfalls noch drin liegen und last but not nest muss ich noch schauen, wo genau in Grenchen sich das Nest von den Hüsler's befindet - ist ja schon fast dunkel wenn ich dort aufkreuzen werde. Ich möchte ja nicht herumirren mit dem grossflächigen Kalender von Alex.
Dienstag, 17. Dezember 2019
Ferien
Komisch, so ein einzelner Ferientag mitten in der Woche. Aber aktuell sind die Arbeitswochen ohnehin spannend zusammengesetzt: die letzte Sitzung des Jahres hier, da ein Apero, ins Tessin gehe ich erst im Januar wieder....bei uns ist die Kadenz merklich gesunken. Klar, gestern war ja DER Tag des PostAuto-Jahres, der Fahrplanwechsel im Pendlertest. Offenbar hatten wir ein Problem mit dem zentralen Anzeigebildschirm, wenn dort also jemand gestern ein Poschi verpasst hat - sorry. Jetzt geht schon bald die Arbeit wieder los, für den Fahrplanwechsel 20/21.
Montag, 16. Dezember 2019
Montag
Mal wieder vergessen, das Handy in den Flugmodus zu setzen, und deshalb war sie am Morgen schon da: die WhatsApp-Nachricht meiner Schwester. Ein Gruss von der Eule an die Lerche, denn um halb Eins in der Nacht war ich natürlich schon lange am Schnarchen - stört jetzt auch keine(n) mehr. Ich hatte den Schlaf auch nötig, nicht für die Schönheit - da hilft weder Schlaf noch Mairegen, glaubt mir das. Nein, es war spät geworden die letzten beiden Abende. Freitag war Astrid am Weihnachtsessen mit dem Kita-Team, im Rudswilbad. Und vorher zu Bett geht ja nicht, weil sonst der gute Dylan motzt. Und wenn man gleich auf dem Sofa bleiben muss, ist der Fernseher eben nicht weit. Am Samstag habe ich dann den Weg ins Bett auch nicht so rasch gefunden und am Morgen weckt jeweils die innere Uhr.
Es ist noch nicht die letzte Woche des Jahres, aber in meinem Fall die letzte ernsthafte. Am Dienstag habe ich einen Ferientag zu vernichten, nächste Woche folgen noch ein paar und wenn alles klappt, dann werde ich mit 4 bis 5 Tagen ins neue Jahr rüber gehen. Die kann ich auch gut gebrauchen, es gibt viel zu tun im 2020.
Donnerstag, 12. Dezember 2019
heute ist mal wieder einer dieser Tage...
Die Fantastischen Vier meinen in ihrem Song damit einen schlechten Tag, es heisst sogar "einer dieser verdammten Tage". Keine Ahnung, warum mir gerade dieser Songtext im Kopf rumgeistert, denn bei mir ist heute einer dieser Tage, der mich zu Gerardo ins Tessin führt. Das ist in der Regel ein langer, aber angenehmer Tag. Ich weiss, man könnte den Text in meinem Fall auch anders interpretieren, vor allem wenn man den Songtitel kennt: sie ist weg!
Ist sie aber gar noch nicht und es gibt noch einiges zu tun bis dahin. Mehr als ich mir vorgestellt hatte und wir müssen damit rechnen, dass nicht alles einfach so klappen wird. Immerhin gibt es zahlreiche Informationsquellen im Internet welche gute Unterlagen zur Verfügung stellen. Und Hindernisse gehören ja eigentlich in meinem Job fast schon zum Alltag - früher als Projektleiter, und heute als Vorgesetzter kommen sowieso nur noch die schwierigen Fälle und Brandherde zu mir. Zeit also, zu Hause mein eigenes Projekt durchzuziehen. Aber zuerst mal lassen wir Weihnachten vorbeigehen.
Mittwoch, 11. Dezember 2019
Gar nicht so einfach
Es gibt Vieles, was auf den ersten Blick einfach erscheint, auf den zweiten sich dann als eher schwierig herausstellt. Manches, was im ersten Moment passt, entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als nicht ganz passend. Bei einem Kleidungsstück kann man das vielleicht mal verschmerzen, bei meinem aktuellen Projekt sieht das etwas anders aus.
Zuerst einmal die gute Nachricht aus der Beratung bei PostFinance: die eigene Schätzung des Marktpreises unserer Liegenschaft stimmt fast exakt mit jener von PostFinance überein - schon mal gut. Das war's dann mit positiven Nachrichten. Belehnung des bestehenden Schuldbriefs? Nur bis zur Maximalhöhe der ersten Hypothek. Postkonti umwandeln im Rahmen der Scheidung? Geht nicht, das Hauptkonto muss auch für mich neu eröffnet werden. Good bye 34-8400-5, danke Geldwäscherei-Gesetz. So bin ich dann mit einem Antrag raus, der mir - falls er durchkommt - Eigenkapital von 10% des Kaufpreises beschaffen wird.
Mein nächster Gedanke: Pensionskasse. Das ist bekanntlich auf zwei Arten möglich, Vorbezug und Verpfändung. Vorbezug bedeutet einmalige Steuerkosten und tiefere Risikoleistungen, Verpfändung lediglich höhere Hypozins-Kosten. Daher ist die Pensionskasse nun auch gleich im Rennen um die Finanzierung - eine fünfjährige Festhypothek, also das gleiche Produkt welches ich aktuell habe - kostet dort die Hälfte als aktuell bei PostFinance. Das rechnet sich auch so bereits nach vier Jahren. Und die Verpfändung ist ja nur temporär notwendig bis zum abgewickelten Verkauf des Hauses.
Hinzu kommt natürlich erschwerend die aktuelle familiäre Situation. Darum werden wir diesbezüglich vermutlich im neuen Jahr Nägel mit Köpfen machen. Und wenn's mit der Wohnung in Zollikofen nicht klappt, dann war's halt nicht das Richtige.
Sonntag, 8. Dezember 2019
einfach nur schön
Es ist ja eigentlich immer finstere Nacht beim Aufstehen - beim Zubettgehen auch, liegt aber nicht an mir, im Normallfall bin ich da nicht allzu spät dran. Heute war's wie erwartet, aber da schon weit nach Sieben, erwartete mich eine wundervolle Dämmerung durch's Küchenfenster. Was für eine Überraschung an diesem Sonntagmorgen. Sonne heisst aber auch: klare Nacht, und das zeigt sich jeweils auf dem Aussenthermometer. Abzüglich 2° wegen der geschützten Lage dürfte die Morgentemperatur knapp über dem Gefrierpunkt gelegen haben.
Ein solcher Start in den Morgen verspricht einen tollen, erfolgreichen Tag. So sieht es auch mein Tageshoroskop, ich solle unter Menschen gehen, aber nur unter solche, die ich gut kenne. Sonst würde ich mich vielleicht über den Tisch ziehen lassen. Ich etwa? Wirklich? Nun, die Sonne geht ja jeden Tag auf, wir sehen sie einfach nicht immer. Und genauer betrachtet, macht die Sonne bewegungstechnisch aus irdischer Sicht rein gar nichts. Natürlich ist sie in Bewegung, das sollen ja jedes Sternsystem, jede Galaxie, das ganze Universum sein. Aber die Sonne geht nicht im Osten auf - bitte diesen Satzteil nicht isoliert weiterveröffentlichen - vielmehr drehen wir uns wieder der Schönheit dieses Sterns zu. Eine Schönheit, die uns ohne schützende Athmosphäre augenblicklich vernichten würde. Wie so oft im Leben, ist Schönheit für uns Menschen Gift, oft sogar tödlich - und wir sollten sie aus sicherem Abstand geniessen und vor allem nicht besitzen wollen. Besitztum scheint mir ohnehin eine der größten Geisseln der Menschheit zu sein, aber diesen philosophischen Ansatz werde ich ein anderes Mal verfolgen.
Was mache ich jetzt mit diesen Kaffee-Erkenntnissen? Ich gehe mit dem guten Gefühl aus dem Haus, dass der heutige Sonntag ein guter Tag wird. Das hätte ich auch ohne Horoskop gewusst, denn heute ist ein Familie-Lörtscher-Tag. Ich hätte es auch ohne Sonne gewusst - bin aber trotzdem froh, ist sie auch heute wieder aufgegangen. Es wäre sonst doch etwas zu kühl und zu finster, oder?
Samstag, 7. Dezember 2019
Bewegung
Zuerst einmal hatte ich letzte Nacht wirklich gut geschlafen - keine Selbstverständlichkeit, denn Dylan meldet sich eigentlich immer, sobald er merkt: die sind alle nach oben gegangen. Darum schläft in letzter Zeit immer einer von uns auf dem Sofa. Und da meine Frau einiges später ins Bett geht als ich, zähle ich meist zwischen Mitternacht und Eins nach unten. Eines kann ich mit Gewissheit sagen: das Sofa ist saumässig bequem. Und dabei haben wir das Bettteil noch gar nicht ausgefahren.
Nun, Dylan und Skipper sind in der Ostschweiz an einem Plauschturnier, kein Sofa-Schlafen, 7,5 Stunden toller Schlaf und Morgens um Sieben ziemlich fit aufgestanden - was will man(n) mehr? Ein Kaffee, ein paar News reinziehen, den Rucksack gepackt und um Neun war ich dann schon im Fitness-Club auf dem Velo. Und obwohl ich eine halbe Stunde später immer noch an Ort und Stelle stand, hatte ich über 14 Kilometer abgestrampelt. Da hatte ich mir eine Dusche, die Sauna und einen feinen Tee redlich verdient.
Zu Hause war Carmen bereits mit Zitronen, Grapefruit und Orangen beschäftigt - WhatsApp sei dank, ich hatte ihr meine Zugverbindung zugeschickt. Schon bald stand der Brunch auf dem Tisch und ich hatte auch ehrlich ziemlich Hunger. Ja, und dann gab es noch einige Kleinigkeiten zu tun: Spülmaschine ausräumen, Einkaufen im Coop (Salat, Raumduft-Nachfüller, Waschgel für die empfindliche Männerhaut), Kerzen auffüllen, Paket auspacken - leider mit Glasschaden, mein Lieblingsglas, und darum musste dann auch noch der Staubsauger in Aktion treten. Irgendwann war ich dann auch damit fertig, vertraute darauf, dass Scherben Glück bringen und fragte mich: was fehlt denn da?
Richtig. Keine Hunde, kein Spaziergang? Falsch gedacht, ich kleidete mich an und machte mich auf den Weg nach Wiler. Der Emme folgend flussabwärts, eine Strecke die ich schon lange nicht mehr abgelaufen war. Zurück über die Felder, insgesamt 7,5 Kilometer - für Dylan eben schon etwas viel und darum keine echte Option mehr. Auf meinem Zähler stehen jetzt 15'236 Schritte. Viele kommen nicht mehr dazu und Morgen werden es wohl auch weniger. Morgen lassen wir bewegen, Morgen wird getanzt. Da freue ich mich schon drauf....
Freitag, 6. Dezember 2019
Freitag der...6.
Was bringt heute wohl der Samichlaus? Eine Rute vielleicht weil ich zu wenig brav war im letzten Jahr? Oder eine süsse Überraschung weil doch nicht alles ganz falsch war? Ich denke, die meisten Menschen hätten vermutlich beides ein wenig verdient. Eine Rute mit Süssigkeiten behangen, ganz wie im richtigen Leben.
Carmen und ich sitzen zu zweit in unserem grossen Haus. Der Feierabend ist endlich da, genauso wie das Wochenende. Es ist angenehm ruhig, schon fast etwas zu ruhig für meinen Geschmack. Der Grittibänz war fein, frisch gebacken heute in der Früh von Astrid. Im Fernseher läuft eine Schnulze von Cecelia Ahern, eine Geschichte mit einem ernsten Thema, einem irischen Kobold und natürlich einer Liebesgeschichte. Unterm Strich einer meiner liebsten Filme, nicht zuletzt wegen der Musik. In einem Song heisst es da: "two steps from heaven, two steps from hell". Zwei Schritte vom Himmel entfernt, zwei von der Hölle - so schmal ist manchmal der Grat. Der Song ist von S. J. McArdle - unnötig zu sagen, dass der in meiner Sammlung von Lieblingssongs abgespeichert ist.
Aktuell freue ich mich auf die Sauna Morgen, einen ruhigen Samstag und den Sonntag mit meiner Familie. One step from heaven, three steps from hell, würde ich sagen...
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